Kokon - Ad Interiora
Installation Objekte und Sound, 2025-26
Filz, Keramik, Peddigrohr, Holz (Sockel), Minispeaker
Maße sind raumgreifend, variable
Installationsansicht Kulturspektrum Trier, 2026
„Die Initiation“ erzählt von Übergang und Transformation. Am Anfang steht eine Erschütterung, ein Riss im gewohnten Selbstbild, ein Verlust, ein Zusammenbruch. Was zunächst wie ein Hindernis erscheint, wird zum Auslöser eines Wandlungsprozesses, in dem Altes zerfällt und Raum für Neues entsteht.
Eine Soundcollage erfüllt den Raum: Der Herzschlag eines Ungeborenen mischt sich mit den Wellen des Meeres. Innenwelt und Außenwelt, Ursprung und Zyklus treten in Resonanz.
Im begehbaren Kokon verdichtet sich dieser Prozess zu einer körperlichen Erfahrung. Der Raum wird zur Hülle, zum Rückzugsort und zur Schwelle zugleich. Transformation bleibt nicht abstrakt, sondern wird räumlich und sinnlich erfahrbar.
Installation aus Malerei, Objekt und Sound, 2025
Öl auf Leinwand, Filz, Holz (Sockel), Minispeaker
Maße sind raumgreifend, variable
„Die Initialisierung als Fleischwerdung“, 2024 bis 2025
Installation bestehend aus Bild und Objekt, Videoperformance
Bild: Pigmenttusche, Öl und Ölkreide auf grundierte Baumwolle, 178 x 148 cm
Objekt: Filzwolle und Raysin, ca. 47 x 32 x 32 cm (ohne Sockel)
Ein Gewirr aus Formen windet sich roh und lebendig. Aus dem Knäuel bricht eine Hand hervor, tastend und unsicher. Die Geste erinnert an Michelangelos „Erschaffung Adams“, doch die Hand ist eine Abformung meiner eigenen. Sie steigt aus dem Ungeschaffenen empor.
Das Chaos ist kein bloßer Zusammenbruch, sondern Beginn eines Wandels. Alte Formen lösen sich, Muster zerfallen. Aus der Verwirrung entsteht Bewegung.
Die erhobene Hand ist kein fertiges Zeichen, sondern Ausdruck eines Prozesses. In diesem Moment bin ich Schöpferin und Geschöpf zugleich. Fleischwerdung ist kein abgeschlossener Akt, sondern fortwährendes Werden, ein Hervortreten aus dem Chaos, das zerstört und zugleich schafft.